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Author Topic: Edward Snowden  (Read 643 times)

Kater Karlo

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Re: Edward Snowden
« on: July 22, 2013, 04:26:09 pm »
Soziale Medien in Schulen: Baden-Württemberg verbietet Lehrern Facebook-Nutzung

Schulen dürfen Fanpages bei Facebook pflegen, Lehrer sollen soziale Netzwerke nicht dienstlich nutzen: Baden-Württemberg hat neue Regeln für das Internet im Unterricht erlassen - aus Datenschutzgründen. Pädagogen kritisieren sie als unpraktikabel.
 Nein, als Verbot will das Kultusministerium von Baden-Württemberg seine Handreichung "Der Einsatz von 'Sozialen Netzwerken' an Schulen" nicht verstanden wissen. "Wir wollen die Lehrer damit unterstützen", sagt eine Sprecherin.

Doch in dem Papier (abrufbar hier) heißt es: Die "Verwendung von sozialen Netzwerken für die dienstliche Verarbeitung personenbezogener Daten" sei "generell verboten". Über weite Teile liest es sich wie eine Verbotsliste: Lehrer im Südwesten dürfen soziale Netzwerke zu keinerlei dienstlicher Kommunikation mit Schülern oder Kollegen nutzen, keine Chats, keine Direktnachrichten, keine Online-Terminvereinbarung, keine Arbeitspapiere in der Cloud, also auf dezentralen Speichern im Internet. Jedenfalls nicht, wenn dafür Facebook, Google+, Twitter oder ähnliche Dienste genutzt werden müssen. Alles nicht mit deutschen oder europäischen Datenschutzgesetzen zu vereinbaren.

Immer wieder hat es in den vergangenen Jahren in verschiedenen Bundesländern Diskussionen darüber gegeben, was Lehrer im Netz dürfen und sollen - und was eben nicht. Schleswig-Holstein etwa hat schon im vergangenen Herbst die Schulleitungen im Norden angewiesen, die dienstliche Kommunikation unter Lehrern oder von Lehrern mit Schülern und Eltern zu unterbinden. In Baden-Württemberg hat man jetzt auf eigene Initiative gehandelt, denn es habe eine "große Unsicherheit" unter den Lehrern geherrscht, so Ministeriumssprecherin Christine Sattler.

Als weltfremd kritisieren jedoch einige pädagogische Praktiker die neuen Regeln, die Mitte des Monats, also kurz vor dem Sommerferien, an alle Schulen gingen. Ein Gymnasiallehrer, der seinen Namen nicht veröffentlicht sehen will, etwa sagt, "die Nutzung kommerzieller Internetservices ist für viele Schulen ein Segen, da 'offizielle' unkommerzielle Dienste für Schüler oft unattraktiv oder sogar zu komplex in der Bedienung sind".
Er verstehe zwar die Datenschutz-Argumente, doch könne er seine Schüler nicht mehr kurzfristig erreichen, wenn er nicht Facebook nutzen könne. Absprachen für Kurse und Arbeitsgemeinschaften würden extrem verkompliziert. Viele Teenager würden einfach keine E-Mails mehr lesen, sondern sind nur im sozialen Internet unterwegs. Das Ministerium jedoch rät zum "konventionellen Schriftverkehr" und zur "Nutzung verschlüsselter E-Mails einschlägiger Anbieter".

Komplett verbannen aus dem Unterricht will das Ministerium Facebook und Co. allerdings nicht. So dürfen Schulen eigene "Fanpages" anlegen, auch wenn das rechtlich umstritten sei. Es gehe vor allem um personenbezogene Daten von Schülern, die keinesfalls auf amerikanischen Servern landen dürften. Im Unterricht wiederum dürfen dem Papier zufolge soziale Netzwerke dazu genutzt werden, "um Funktionsweise, Vorteile, Nachteile, Risiken usw. pädagogisch aufzuarbeiten".

Sanktionen für Lehrer, die sich nicht an den Facebook-Bann halten, sind dem Ministerium zufolge nicht vorgesehen. "Wir vertrauen den Schulen, dass sie die Regelungen umsetzen", so Sprecherin Sattler.

 http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/baden-wuerttemberg-untersagt-lehrern-soziale-medien-a-912438.html

E-Mails sind zu komplex in der Bedienung für Gymnasiasten!!! Sauber.
Und Grün-Rot in BW hat mal wieder einen Grund, etwas zu verbieten. Als würden nur Facebook-Nachrichten auf "amerikanischen Servern" landen.