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Author Topic: Jihad in Boston  (Read 870 times)

KarlMartell

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Jihad in Boston
« on: April 19, 2013, 11:34:18 am »
Nun ist es klar: Die (mindestens) beiden Attentäter von Boston waren Kämpfer im Jihad und kommen aus Tschetschenien. Das kann nicht überraschen, waren doch in den letzten Jahren fast alle Terroristen dem mohammedanischen Kulturkreis zugehörig. Timothy McVeigh oder Anders Breivik sind nur die Ausnahmen, die die Regel bestätigen.
Jetzt aber zu erwarten, dass die Medien diese terroristische Seite des Islam mal beleuchten und reflektieren, ist zuviel verlangt. Kaum sind die Tatsachen bekannt, wird auch schon der Mantel des Schweigens darüber gebreitet. Der Islam hat eine Religion des Friedens zu sein und Punkt. Schön bringt es CNN heute auf die Reihe:

Quote
“Wir sollten jetzt nicht glauben, daß die Herkunft der beiden jungen Männer aus Tscheteschenien für die Gewalt verantwortlich ist. Sie können sich auch in den USA radikalisiert haben. Wir wissen auch nicht, ob sie ein politisches Motiv haben. Wir wissen es nicht und sollten sie nicht aufgrund von ethnischen Kriterien bewerten. Auch nicht anhand religiöser Kriterien, das muß man ganz klar sagen. Es waren Soziopathen und Terroristen, aber darüber hinaus kann man nichts sagen.”

Daraufhin kann man zur Tagesordnung übergehen und wird das auch tun. Falls der Flüchtige noch lebend erwischt wird, wird er wohl oder übel ein Gerichtsverfahren kriegen müssen, aber es wird garantiert nicht der "weltweit beachtete Jahrhundertprozess" sein wie gegen Beate Zschäpe. Er hat den Islam halt falsch verstanden und das muss man dem Volk rüberbringen.

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KarlMartell

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Re: Jihad in Boston
« Reply #1 on: April 19, 2013, 11:42:59 am »
Mutmaßliche Boston-Attentäter: "Ich habe keinen einzigen amerikanischen Freund"

Von Rainer Leurs und Raniah Salloum

Es sind offenbar zwei Brüder mit tschetschenischen Wurzeln, die hinter dem Anschlag auf den Boston-Marathon stecken. Spuren im Netz verraten ihre tiefe Religiosität, schlagkräftige Hobbys und radikale Ansichten. Womöglich haben sie den ersten islamistischen Anschlag in den USA seit 9/11 verübt.

Die dramatische Verfolgungsjagd macht klar, dass die Polizei es nicht mit Amateuren zu tun hat. Seit über acht Stunden schon jagen Hunderte Polizisten den 19-Jährigen Dschochar Zarnajew - bisher ohne Erfolg.

Auf der Flucht vor den Ermittlern haben Dschochar und sein 26-jähriger Bruder Tamerlan Zarnajew sich einen Schusswechsel mit Polizisten geliefert und einen von ihnen erschossen. Dann überfielen sie einen Supermarkt, womöglich um sich Geld für die Flucht zu beschaffen, bevor sie ein Auto kaperten und aus der Stadt Cambridge davonbrausten.

Die jungen Männer versuchten die sie verfolgenden Beamten mit Granaten und Schüssen aufzuhalten. Bis ins sieben Kilometer entfernte Watertown schafften sie es, bevor der ältere Bruder offenbar lebensgefährlich getroffen wurde und später in der Klinik verstarb. Der jüngere entkam zu Fuß.

Es ist eine dramatische Wende in den Ermittlungen zum Anschlag von Boston. Die zwei Kochtopfbomben, die dort explodierten, ließen keine Rückschlüsse auf die Täter zu. Nahezu jeder hätte solche Sprengsätze bauen können, auch ein Täter, der allein agierte, bisher unauffällig war und sich keiner ideologischen Strömung zuordnen ließe. Nun lässt die offensichtliche Professionalität und die Biografie der beiden die Ermittler aufhorchen.

Die beiden Brüder stammten ursprünglich aus Tschetschenien

Russischen Medien zufolge soll zumindest der ältere Bruder in Tschetschenien geboren worden sein, von wo ihre Familie nach Zentralasien floh, erst offenbar nach Kasachstan, dann nach Kirgisien. Dort kam offenbar der Jüngere, Dschoschar, zur Welt. Mit ihren Eltern zogen sie gegen 2001 nach Dagestan, eine islamisch geprägte russische Teilrepublik im Nordkaukausus. Im Jahr 2002 sollen sie in die USA übergesiedelt sein.

Der getötete Tamerlan sei mit seiner Familie in den frühen neunziger Jahren aus Tschetschenien geflohen, schreibt der Fotograf Johannes Hirn, der den jungen Mann beim Box-Training porträtierte. Wie alt die Bilder des Fotografen sind, ist noch unklar. Jahrelang hätte die Familie in Kasachstan gelebt, bevor sie als Flüchtlinge in die USA kamen.

Boxen scheint Tamerlans große Leidenschaft gewesen zu sein. "Ich habe keinen einzigen amerikanischen Freund", verriet Tamerlan damals dem Fotografen. "Ich verstehe sie nicht."

Tamerlan war 26 Jahre alt, als er starb. Auf den Fotos aus dem Jahr 2011 zeigt er sich als modisch gekleideter, athletischer Typ, der Mercedes fährt und 196 Pfund Kampfgewicht auf die Waage bringt. Er möge den Film "Borat", erzählte er damals dem Fotografen, finde aber die Witze zum Teil etwas krass.

Tamerlan verriet außerdem, dass er ungern sein Hemd auszieht, damit "die Mädchen nicht auf dumme Gedanken kommen". Er sei sehr religiös. Auch rauche und trinke er nicht, denn: "Gott sagt: Keinen Alkohol!". Als Muslim sage er, dass die Leute keinerlei Werte mehr hätten, nach denen sie sich richten. Er selbst habe auch eine Freundin: eine Italo-Portugiesin, zum Islam konvertiert. "Sie ist hübsch, Mann", sagte er damals.

Im Internet präsentieren sie sich als Islamisten

Sein Bruder Dschochar, der noch auf der Flucht ist, pflegte offenbar bis zuletzt sein Profil in der russischen Facebook-Variante vk.com. Dort präsentiert er sich mit einem Profilbild in Schwarzweiß, auf dem er leicht abschätzig in die Kamera blickt - ein schmächtiger junger Mann, keine zwanzig, mit wirrem Lockenhaupt. Den Angaben auf seiner Seite zufolge ging Dschochar in Machatschkala zur Schule, der Hauptstadt Dagestans. Unter "Weltanschauung" hat er auf seiner Seite "Islam" angeklickt.

Ein Konto auf YouTube, das vor einem Jahr auf den Namen Tamerlans registriert wurde, hat mehrere radikalislamistische Videos als Favoriten verlinkt. In einem Video vom Mai 2012 wendet sich ein Prediger an seine "salafistischen Brüder aus Tschetschenien" und spricht den Bürgerkrieg in Syrien an. Einige Kämpfer aus Tschetschenien haben sich den Aufständischen dort angeschlossen, weil sie den Kampf als Unterdrückung der Muslime interpretieren.

Viele wichtige Fragen sind allerdings noch offen. Wo haben die beiden gelernt, mit Waffen und Sprengstoff umzugehen? Standen sie im Kontakt zu internationalen Terrornetzwerken? Haben sie ihre Tat allein geplant oder gibt es Drahtzieher? Hatten die beiden noch weitere Anschläge vor?

Auf diese Fragen dürften sich die Ermittler Antworten von Dschochar erhoffen, sollten sie ihn lebend festnehmen können. Er scheint weiterhin Waffen und Sprengstoff bei sich zu haben. Ganz Boston hält den Atem an, während die Jagd nach dem Verdächtigen weiter läuft.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/mutmassliche-boston-attentaeter-die-religioesen-brueder-aus-tschetschenien-a-895431.html

PS:
Quote
Anmerkung der Redaktion: In einer vorigen Version dieses Textes haben wir geschrieben, das Marathon-Attentat sei womöglich der erste islamistische Anschlag in den USA seit dem 11. September 2001. Dies ist nicht der Fall, auch der Amoklauf von Fort Hood gilt als islamistisch motiviert. Wir haben den Fehler korrigiert und bitten, diesen zu entschuldigen.
« Last Edit: April 19, 2013, 11:47:27 am by KarlMartell »

NoReligionEver

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Re: Jihad in Boston
« Reply #2 on: April 22, 2013, 08:28:59 pm »
"Dies ist nicht der Fall, auch
der Amoklauf von Fort Hood gilt als islamistisch motiviert." Gilt als islamistisch motiviert. Dafür muss man sich ganz schön verbiegen...
Der Islam ist eine Schande für die Menschheit!
Dreck kehrt man am Besten mit einem harten Besen aus!



KarlMartell

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Re: Jihad in Boston
« Reply #3 on: April 25, 2013, 10:22:16 am »
Die ganze Verkommenheit der Mohammedaner manifestiert sich an dieser Familie, das war genau so zu erwarten und wie diese gibt es abermillionen Familien überall auf der Welt, wo es Islam gibt.
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Mutter der Boston-Bomber

„Mir ist egal, wenn sie auch meinen zweiten Sohn töten“




Boston – „Mein ältester Sohn wurde getötet und es ist mir egal, wenn sie heute auch meinen jüngsten Sohn töten.“ Das sagte Subeidat Zarnajewa (45), die Mutter der Boston-Bomber, jetzt in einem verstörenden Interview mit dem TV-Sender CNN.

Die Mutter der beiden Attentäter auf den Boston-Marathon hält nach wie vor daran fest, dass ihre Söhne unschuldig sind.

„Sie wurden umgebracht, weil sie Muslime waren. Nichts anderes!“, sagte Zarnajewa gegenüber Reportern des Senders. „Tamerlan war der sanfteste, netteste, liebevollste Junge.“

Auch an einen gerechten Prozess glaubt die Frau nicht: „Ich glaube, sie werden versuchen, meinem Dschochar die Schuld zuzuschieben. Sie haben ihm seine Stimme genommen, seine Fähigkeit, zur Welt zu sprechen. Das haben sie getan, weil sie nicht wollen, dass die Wahrheit ans Licht kommt!“

Angesichts der Todesstrafe, die ihrem jüngeren Sohn droht, sagte Zarnajewa am Telefon: „Gott ist ihr Beschützer. Allah ganz alleine. Wenn sie meinen Sohn umbringen, ist mir das egal. Ich will, dass die Welt das hört. Und es ist mir auch egal, ob sie mich umbringen. Ich werde sagen: Allahu akbar (Gott ist groß).“

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass sowohl Tamerlan (26) und seine Familie – Frau Katherine (24) und Tochter Zahara (3) – als auch sein Bruder Dschochar (19) jahrelang von staatlicher Sozialhilfe gelebt haben sollen. Dschochar bekam überdies seit 2011 ein Stipendium für vielversprechende Studenten in Höhe von 2500 Dollar.

Auch die Eltern der Boston-Bomber bekamen während ihres Aufenthalts in den USA finanzielle Hilfe aus Steuergeldern, berichtet die Zeitung „Boston Herald“.

WAS WUSSTE DIE MUTTER?

Schon seit 2011 soll der getötete Boston-Bomber wiederholt SMS an seine Mutter geschickt haben, in denen er bekundete, dass er bereit sei für den Islam zu sterben, behauptet der Sender „Fox News“ unter Berufung auf Quellen aus dem Kapitol in Washington.

Subeidat Zarnajewa, eine gelernte Kosmetikerin, soll mit ihren Kundinnen über Verschwörungstheorien rund um die Terroranschläge in New York vom 11. September 2001 gesprochen haben. Die Theorien habe sie von ihrem Sohn gehabt, berichtet der „Boston Herald“.

Washington – Die Bombenexplosionen beim Anschlag auf den Marathon von Boston wurden mit Hilfe einer Fernbedienung ausgelöst, die in Spielzeugautos verwendet wird. Das berichteten US-Ermittler am Mittwoch vor einem Parlamentsausschuss, wie Abgeordnete anschließend sagten. Die Bauanleitung zu den Sprengsätzen sollen die beiden mutmaßlichen Attentäter demnach im Islamistenmagazin „Inspire” gefunden habe, das im Internet von der Gruppe Al-Kaida im Jemen verbreitet wird. Der Sprengstoff stamme aus einem Geschäft für Feuerwerkskörper in New Hampshire.

Im Juni 2012 wurde Zarnajewa in einer Filiale der Kaufhauskette „Lord & Taylor“ beim Stehlen von Kleidern im Wert von 1624 Dollar erwischt. (Ironie des Schicksals: Nach dem Anschlag trug eine Überwachungskamera genau dieser Kaufhauskette maßgeblich zur Identifizierung der Marathon-Attentäter bei.)

Die Ehe der Eltern zerbrach, Vater und Mutter zogen getrennt zurück nach Russland.

Wurde Tamerlan dadurch noch mehr radikalisiert? War es Zufall, dass der Attentäter von Januar bis Juli 2012 selbst in Russland war?

Nachdem die Ermittler am Dienstag in die russische Teilrepublik Dagestan gereist waren, um mit den Eltern der Boston-Bomber zu sprechen, hieß es zunächst, die Zarnajews würden am Donnerstag zur Unterstützung der Ermittlungen in die USA zurückkehren.

Dort droht dann allerdings auch der Mutter eine Festnahme – wegen des Ladendiebstahls von 2012, wie die Zeitung „Daily Mail“ berichtet...

http://www.bild.de/news/ausland/boston-marathon-anschlag/egal-wenn-sie-meinen-zweiten-sohn-toeten-30144964.bild.html

Morena

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Re: Jihad in Boston
« Reply #4 on: April 25, 2013, 02:47:01 pm »
was für eine friedliche und bereichernde muslimische Familie.Vorbildhaft, genau wie Mohammed es vorgegeben hat.

Diese wunderbare Wärme innerhalb der Familie im Islam sind immer wieder ein Vorbild für die Kälte der Menschen im Westen,
die nur in Anerkennung der Menschenrechte leben, und sich Mitmenschlichkeit, Nächstenliebe und Vergebung als Ideale
als Basis ihres Lebens gesetzt haben.

Was für eine "wunderbare" Mutter. So kann nur eine Muslima denken.

Kater Karlo

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Re: Jihad in Boston
« Reply #5 on: April 25, 2013, 08:47:30 pm »
Langsam glaube ich gar nichts mehr.
In den USA bekommt niemand jahrelang Sozialhilfe und schon gar nicht Leute, die aus Tschetschenien einreisen? Wie denn? Hatten sei eine Greencard? Dann stahl die Mutter im JUNI 2012 Klamotten und wurde dabei erwischt. Jetzt will man sie deshalb verhaften, wenn sie nach USA einreist?
Aber Fox-News beruft sich aus Quellen des Capitols, dass der Sohn ihr SMS (nach Russland??) geschickt haben soll, in dem er 2011 mehrfach vom Tod für Allah schrieb? Von Januar bis JULI 2012 war Tamerlan dann in Russland(!), während die Mutter in Boston Kleider klaute.

In einem Spiegel-Video über ein Interview mit den Eltern in Tschetschenien wurde gesagt, es gäbe jetzt 264 Verletzte.

Der jüngere Bruder soll schwerste Hals- und Zungenverletzungen haben. Man wußte nicht ob er überhaupt durchkommt. Nun scheint er 2 Tage später so fit zu sein, dass er bereits verhört werden kann - vor allen Dingen kann er lange Pamphlets schreiben.
An anderer Stelle kann man lesen, dass der Bürgermeister von New York weiß, dass der New Yorker Time Square auf der LISTE stand und sie bereits mit 6 Bomben "auf der Flucht" dorthin waren - es hat halt das Geld für Benzin gefehlt. Seit wann gibt es denn eine Liste? Gibt jetzt jeder Bürgermeister separat bekannt, was ein schwerst Rachen- und Halsverletzter im Koma schreibt? 

Hier liegt der durchsiebte und überfahrene Tamerland  "tot" auf der Straße - mit braunen, etwas längeren Haaren. Das sieht wie eine "Übung" aus - und es gibt viele Filmchen von dieser Szene in offiziellen Fernsehsendern.
http://www.youtube.com/watch?v=3ilBTcQhOTc

Und so sieht er dann danach aus (vorsicht - kein schönes Bild)
http://www.youtube.com/watch?v=RtxMc9vOA4U

Das sieht doch alles wie ein Übung aus und nicht wie die Suche nach einem 19jährigen, der zu Fuß geflüchtet ist:
http://www.youtube.com/watch?v=5ghrYXTmLFc
Da gibt es auch noch krassere Bilder, wie sie mit Panzern und Amphibienfahrzeugen und tausenden schwerst Bewaffneten aufmarschieren. Besondere Angst scheinen viele nicht zu haben, denn sie schleichen in vorderster Reihe fettbäuchig (untrainiert) nur im blauen Hemd ohne Rüstung, halten in aller Ruhe Lagebesprechnungen mit Plan auf einer Kühlerhaube ab. Dann wieder Scharfschützen, die auf Garagendächern liegen. Mir kommt das ein bißchen lächerlich vor - oder eben wie eine Übung.

Und plötzlich verhindert man überall Bombenanschläge, findet Gift-Briefe an Obama und vor allem an Gauck, von denen gar keine Rede mehr ist.
Auch die Angehörigen der 170 oder 264 Verletzten oder die Verletzten selbst zerrt - ganz unamerikanisch - niemand vor ein Mikrophon.

Kater Karlo

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Re: Jihad in Boston
« Reply #6 on: April 27, 2013, 11:24:34 am »
Man kann ja vom Kopp-Verlag halten was man will, aber die dort verlinkten Seiten auf Firmen, bei denen man jede gewünschte Darstellung von Verletzten und anderen Szenarien bestellen kann, sind schon beachtlich:
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/gerhard-wisnewski/massaker-inszenierung-jede-menge-blut-aus-der-blutpumpe.html;jsessionid=312662072893FEB22B9C070684BF9A8F

KarlMartell

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Re: Jihad in Boston
« Reply #7 on: April 28, 2013, 11:31:33 am »
USA

„Zurück zu den Wurzeln“

Warum zündeten die Attentäter von Boston ihre Bomben?
Amerika zweifelt an seiner Fähigkeit, Immigranten zu integrieren.

Zu den Büchern, die Tamerlan Zarnajew
lesen wollte, bevor er mit
selbstgebauten Bomben Amerika
in seinen Grundfesten erschütterte, zählt
auch eines über den Untergang Roms.
Seit 2006 steht es auf seiner Wunschliste
beim Internetbuchhandel Amazon, ein
Klassiker aus dem 18. Jahrhundert, der
schon von Tausenden Amerikanern gelesen
wurde.
Aber jetzt, nachdem Dschochar und
sein Bruder Tamerlan vor 14 Tagen beim
Boston Marathon ihre Bomben zündeten,
3 Menschen töteten und mehr als 200 verletzten,
gilt nichts mehr einfach nur als
Zufall. Und die „New York Times“ provoziert
mit der spöttischen Frage, ob vielleicht
Tamerlans Absicht, dieses Buch zu
lesen, schon der erste Hinweis darauf gewesen
sein könnte, dass die Brüder mit
den USA abgeschlossen hatten. Dass sie
den Westen für dekadent und den Untergang
Amerikas für unvermeidbar hielten.
Inzwischen hat die Welt viel über die
Zarnajews gelernt, man kennt ihre Freunde,
ihre Lieblingsmusik, ihre Lieblingssendungen
im Fernsehen, ihre Schul -
noten, schließlich lebten die beiden eine
Zeitlang ein ganz normales amerikanisches
Leben. Aber gerade deshalb stellt
sich die Frage: Warum haben sie sich von
Amerika abgewandt? Warum haben sie
sich wohl dem radikalen Islam angeschlossen?
Wie konnten zwei Brüder, die den
amerikanischen Traum zu leben schienen,
einen amerikanischen Alptraum planen?
Die beiden tschetschenischen Immi -
grantenkinder sind der Testfall in einer
Debatte darüber geworden, ob die offene
Gesellschaft der USA noch die eigenen
Erwartungen erfüllt. Bisher lebte Ame -
rika mit der Überzeugung, das Land zu
sein, das muslimische Einwanderer besser
als jedes andere integriert. Besorgt fragte
in der vergangenen Woche der Kolumnist
Gerald Seib im „Wall Street Journal“, ob
Amerika noch seinem Selbstverständnis
als multikulturelle Gesellschaft gerecht
werde, ob die Vision des „Melting Pot“,
eine der zentralen Ideen Amerikas, noch
gelte.
Es geht dabei auch um die Identitätskrise
eines Landes, das sich so rasant verändert,
dass es vielen Angst macht: Die
Weißen werden schon in 30 Jahren nicht
mehr die Mehrheit der Bevölkerung stellen.
Was Amerika heute zusammenhält,
ist diffuser geworden. Und Integration in
einem Land, das nach sich selbst sucht,
ist neuerdings eine Herausforderung.
Die Integration der Zarnajews scheiterte
ausgerechnet in Cambridge, der Stadt der
Studenten aus aller Herren Länder an der
Ostküste in Massachusetts. Dort gingen
die Brüder zur Schule, dort hatten sie ihre
Freunde, und dort, sagen die, seien Tamerlan,
26, und Dschochar, 19, niemals als
Ausländer betrachtet worden. An Dschochars
Schule kamen die Schüler aus 83 Nationen.
Die Islamic Society betreibt einen
Kurs über die Grundlagen des Islam. Cambridge
ist eine liberale Hochburg Amerikas,
Spitzname „People’s Republic of Cambridge“
– Volksrepublik Cambridge.
Inanna Carter lernte Dschochar Zarnajew
im vergangenen Sommer im
Schwimmbad der Harvard Universität
kennen, wo sie beide als Bademeister arbeiteten.
Sie studierte Biologie, er belegte
Kurse in Ingenieurwissenschaften.
„Dschochar hat einen starken Eindruck
auf mich gemacht“, sagt Carter, „er wirkte
so erwachsen und intelligent für sein
Alter.“ Er war freundlich, er konnte Michael
Jacksons Moonwalk. Ihre Schichten
legte Inanna Carter so, dass sie gemeinsam
Dienst hatten.
Die Brüder Zarnajew, so muss es Amerikanern
erscheinen, kamen in die beste
aller Welten. Wenn Integration nicht in
Cambridge funktioniert, wo sonst?
Wie schwierig diese im Alltag sein
kann, lässt sich ein paar Autominuten
vom Harvard-Pool entfernt erahnen, im
Vorort Somerville. Dort steht ein Flachbau,
darauf ist in roten Buchstaben zu lesen:
Webster Auto Body, gegründet 1902.
Ansor Zarnajew, der Vater der beiden
Brüder, arbeitete hier 18 Monate lang als
Mechaniker. Es sollte der Beginn einer
besseren Zukunft für seine Familie sein.
1944 hatte Stalin fast 90000 Tschetschenen
nach Kirgisien deportieren lassen, damals
ein Teil der Sowjetunion. Die Zarnajews
wurden dort nie heimisch.
2002 durften sie nach Amerika auswandern.
Der Plan des Vaters war, dort einmal
selbst eine Werkstatt zu eröffnen, Unternehmer
zu werden, um seinen Söhnen
eine bessere Zukunft zu geben. Deshalb
arbeitete er hart. Der Besitzer der Werkstatt
hat Zarnajew als guten Mechaniker
in Erinnerung: „Man hätte ihn mitten in
der Nacht anrufen können, und er hätte
sich unter ein Auto gelegt.“ Aber zu viel
mehr als zehn Dollar die Stunde reichte
es trotzdem nicht.
Später schraubte Zarnajew auf eigene
Rechnung, aber auch das muss sich für
ihn, der in Kirgisien bei der Staatsanwaltschaft
gearbeitet hatte, wie eine Demütigung
angefühlt haben. Ihm fehlte das
Geld, um sich eigene Werkzeuge zu leisten.
Er lieh sie sich von Bekannten und
reparierte die Autos auf dem Parkplatz
des Teppichladens Yayla Tribal Rugs.
Dem Teppichhändler begann der Mann
leid zu tun, den er da immer auf dem
Parkplatz liegen sah: „Er sprach so gut
wie kein Englisch und kam einem vor wie
ein armer Kerl, der irgendwie seine Familie
ernähren muss.“ Als Zarnajew
schwer an Krebs erkrankte, kehrte er 2011
in den Kaukasus zurück – angeblich, weil
er auf keinen Fall in den USA sterben
wollte, in einem Land, das seinen Stolz
verletzt hatte. Eine Tante sagt: „Die Familie
hat eine jahrhundertealte Tradition.
Und nun mussten sie einsehen, dass sie
hier in Amerika Nobodys waren.“
Zarnajews Söhne, die in den USA blieben,
redeten zuletzt nicht besser über
Amerika als ihr Vater. So geht es vielen
Immigrantenkindern: Die alte Heimat gilt
ihnen nichts mehr, in der neuen gelten
sie noch nichts. Sie suchen etwas anderes,
das ihnen Selbstbewusstsein geben kann.
Innerhalb von zwei Jahren wurde aus Tamerlan
ein anderer Mensch.
Er hörte mit dem Boxen auf, seiner großen
Leidenschaft. Das Boxen hatte ihm
zunächst die Hoffnung gegeben, dass er
einmal ein richtiger Amerikaner werden
könnte. Dass er aufhörte, war eine Überraschung.
„Er war der beste Boxer in Boston“,
sagte John Allan, der Besitzer der
Sporthalle, in der Tamerlan trainierte.
Als Tamerlan doch noch einmal vorbeikam,
benutzte er Geräte anderer Kunden,
ohne zu fragen, er lief mit Schuhen auf
den Matten herum. Er verhielt sich, als
gälten die Regeln nicht mehr für ihn. Tamerlan
„war ein totaler Rüpel“, sagt Allan.
Der junge Mann war nicht mehr er selbst.
Vor anderthalb Jahren empfahl die
CIA, ihn auf die Liste der Terrorverdächtigen
zu setzen. Russische Behörden hatten
die Amerikaner alarmiert, ihnen war
eine Reise Tamerlans in den Nord-Kaukasus
verdächtig vorgekommen.
Forscher der University of California
haben herausgefunden, dass Einwanderer
aus Kriegsgebieten weit häufiger Anpassungsschwierigkeiten
zeigen – vor allem
wenn sie wie Tamerlan während ihrer Jugendjahre
in Amerika ankommen.
Viele fühlen sich ausgeschlossen, haben
es mit überforderten Lehrern zu tun; nur
drei Prozent können einen Lehrer nennen,
der stolz auf sie ist. Und die meisten
haben Probleme, amerikanische Freunde
zu finden. Ein Drittel aller Befragten gab
sogar an, wenig oder gar keinen Kontakt
mit geborenen Amerikanern zu haben.
Der Satz, den Tamerlan zur Überraschung
vieler Bekannter schon vier Jahre
vor dem Anschlag sagte, bekommt so
eine neue Bedeutung: „Ich habe keinen
einzigen amerikanischen Freund.“
Stattdessen hatte Tamerlan zuletzt offenbar
andere Freunde. Sein Onkel, in
Amerika geblieben, weiß von einem ominösen
muslimischen Konvertiten namens
Misha, der seinen Neffen zum radikalen
Islam bekehrt habe.
Aber auch Subeidat, die Mutter der
Brüder, spielte eine zweifelhafte Rolle
und wurde in der vergangenen Woche
vom FBI im Kaukasus aufgesucht. Sie
zeigte sich zunehmend besorgt über Tamerlans
– für ihren Geschmack – zu amerikanischen
Lebensstil. „Amerika hat ihm
nicht gutgetan“, sagt sie. Er habe Partys,
Drogen und Mädchen geliebt.
Wenn Tamerlan damals in Boston nach
Hause kam, schlich er erst ins Bad, um
sich den Geruch von Alkohol aus dem
Mund zu spülen. „Dann habe ich zu ihm
gesagt: Du bist ein Tschetschene und ein
Muslim – kehre zu deinen Wurzeln zurück.
Lies den Koran.“
Dabei war sie selbst ähnlich westlich,
als sie noch in Boston lebte: Sie trug anfangs
hochhackige Schuhe, sie arbeitete
in einem Schönheitssalon. Dann aber
kündigte sie, weil sie nicht länger Männer
als Kunden haben wollte. „Sie behauptete,
die Anschläge vom 11. September 2001
seien das Werk der amerikanischen Regierung
gewesen, um Hass gegen Muslime
zu schüren“, erinnert sich die Journalistin
Alyssa Kilzer, eine Kundin. Subeidat
soll gesagt haben: „Es ist wahr. Mein
Sohn weiß alles darüber. Du kannst es
im Internet nachlesen.“
In Amerika wird es in den kommenden
Wochen weiter um ein neues Einwanderungsrecht
gehen, vor allem um Obamas
Versuch, den elf Millionen illegalen Immigranten,
die in Amerika leben, eine
Chance auf Legalität zu geben. Nun wird
es aber auch darum gehen, welche Gefahr
Einwanderer für die USA darstellen können.
Und wem Amerika trauen kann.
In der alten Heimat ist Tamerlan noch
als netter Junge in Erinnerung geblieben.
„Der ist doch bei jedem Feuerwerkskörper
zusammengezuckt“, erzählt seine
Lehrerin Natalja Kurotschkina in der
Schule von Tokmok in Kirgisien. Er sei
strebsam und intelligent gewesen, „außer -
gewöhnlich höflich und wohlerzogen,
und er hat ausschließlich gute Noten geschrieben“.
Für sie war er jemand, der es
sich verdient hatte, nach Amerika auswandern
zu dürfen.

DER SPIEGEL  18/2013, S. 88/89

Kater Karlo

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Re: Jihad in Boston
« Reply #8 on: May 01, 2013, 12:58:18 pm »
Jetzt twittert die "US-Polizei", dass 3 weitere Personen festgenommen wurden. Wow!


Marathon-Attentat: Drei weitere Festnahmen nach Boston-Anschlag
US-Ermittler haben drei weitere Verdächtige im Zusammenhang mit den Bombenanschlägen auf den Bostoner Marathonlauf vor gut zwei Wochen festgenommen. Das berichtet die US-Polizei am Mittwoch.

"Drei weitere Verdächtige sind im Fall der Marathon-Bomben in Gewahrsam genommen worden", teilte die Bostoner Polizei am Mittwoch über den Online-Dienst Twitter mit. Die Bomben sollen von den Brüdern Tamerlan und Dschochar Zarnajew gelegt worden sein; Tamerlan wurde auf der Flucht getötet, Dschochar schwer verletzt gefasst.

In Kürze mehr dazu auf SPIEGEL ONLINE.

http://www.spiegel.de/panorama/drei-verdaechtige-im-zusammenhang-mit-boston-anschlag-gefasst-a-897599.html

Und die Bosten Police schreibt:
Boston Police Dept.Verifizierter Account ‏@Boston_Police 18m  UPDATE: Boston Marathon Investigation: Please be advised there is no threat to the public.  http://j.mp/15ZQDVK